Wenn an der Kasse keine Karte mehr durchgeht, zählt zuerst eine einzige Unterscheidung: Liegt es an Ihrem Terminal oder ist gerade ein ganzes Netz gestört? Der Statusblock über diesem Text beantwortet das für den Zeitpunkt der letzten Aktualisierung. Diese Seite ist bewusst keine Live-Überwachung – sie wird redaktionell gepflegt und trägt deshalb sichtbar ein Datum. Wer eine Störung in dem Moment erfahren will, in dem sie auftritt, nutzt den Störungs-Ticker per WhatsApp.
Liegt es an der Störung oder an meinem Terminal?
Arbeiten Sie diese fünf Schritte in dieser Reihenfolge ab. Nach spätestens zwei Minuten wissen Sie, ob Sie warten müssen oder selbst etwas tun können.
- 1. Andere Karte probieren: Nehmen Sie eine zweite Karte, am besten eines anderen Systems – also Girocard statt Kreditkarte oder umgekehrt. Geht die zweite Karte durch, liegt es weder am Terminal noch am Netz, sondern an der ersten Karte oder ihrer Bank.
- 2. Verbindung prüfen: Kontrollieren Sie LAN-Kabel, WLAN-Verbindung oder Mobilfunkempfang des Terminals. Terminals mit SIM-Karte wechseln bei WLAN-Ausfall auf das Mobilfunknetz – ein Empfangsproblem sieht an der Kasse aber genauso aus wie eine Netzstörung.
- 3. Terminal neu starten: Trennen Sie das Gerät vom Strom, warten Sie rund 30 Sekunden und starten Sie es neu. Führen Sie vorher wenn möglich den Kassenschnitt aus, damit offene Umsätze eingereicht sind. Gerätebezogene Anleitungen finden Sie in der Hilfe zu den Terminals.
- 4. Fehlercode notieren: Schreiben Sie den Code auf, den das Display oder der Beleg zeigt – er ist der einzige belastbare Hinweis auf die Ursache. Was die gängigen Codes bedeuten, steht in der Fehlercode-Übersicht.
- 5. Netzbetreiber-Status prüfen: Erst jetzt lohnt der Blick auf die Statusseiten weiter unten. Sie sagen Ihnen, ob Ihr Netzbetreiber eine Störung bestätigt hat.
Wiederholen sich die Ausfälle, ohne dass ein Netz gestört war, liegt die Ursache meist am Gerät oder an der Anbindung. Die häufigsten Fälle und ihre Lösungen stehen im Ratgeber zu Problemen mit dem EC-Terminal.
Offizielle Statusseiten der Netzbetreiber und Kartensysteme
Verbindlich ist immer die Meldung Ihres eigenen Netzbetreibers. Die folgenden Seiten haben wir geprüft, sie waren zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung erreichbar:
- PAYONE: Aktuelle Störungen bei PAYONE – deutsche Störungsseite, meldet ausdrücklich, ob eine Großstörung bekannt ist.
- VR Payment: Systemstatus von VR Payment – getrennt nach Netzbetrieb, Acquiring, Issuing und E-Commerce. Für Händler mit Girocard-Akzeptanz über die Volksbanken die aussagekräftigste Seite.
- Unzer: Systemstatus von Unzer – listet die Zahlungsterminals nach TID-Bereichen einzeln auf.
- Nexi Group (Concardis): Systemstatus der Nexi Group – die Seite liegt im Entwicklerportal und deckt vor allem die Plattform- und E-Commerce-Dienste ab, nicht gezielt den deutschen Terminalbetrieb.
- Worldline: Händlerunterstützung Worldline Deutschland – eine öffentliche Statusseite für den deutschen Markt gibt es dort nicht, der Support ist der einzige offizielle Weg.
Für Girocard selbst existiert keine öffentliche Statusanzeige für Händler. Die Deutsche Kreditwirtschaft betreibt mit vorfall-girocard.eu lediglich eine Meldestelle, an die Banken und Netzbetreiber Störfälle melden – lesen kann man dort nichts. Auch Visa und Mastercard veröffentlichen für den deutschen Markt keinen Statusfeed, den ein Händler abrufen könnte. Wer im Netz auf angebliche Live-Statusseiten für „girocard" oder „Kartenzahlung" stößt, sieht in aller Regel nutzergemeldete Störungsmeldungen, keine bestätigten Informationen des Netzbetreibers.
Was Sie während einer Störung tun können
Sie können den Ausfall nicht beheben, aber Sie können verhindern, dass Kunden ohne Ware gehen und dass hinterher Umsätze fehlen.
- Bargeld annehmen und ansagen: Weisen Sie das Personal an, aktiv auf Barzahlung hinzuweisen, statt zu warten, bis der Kunde fragt. Prüfen Sie, ob genug Wechselgeld in der Kasse ist.
- Rechnung oder Überweisung anbieten: Bei größeren Beträgen ist eine Rechnung mit Zahlungsziel oder ein QR-Code zur Überweisung die schnellste Alternative – gerade dann, wenn der Kunde kein Bargeld dabeihat.
- Zahlung vormerken: Bei Stammkunden lässt sich der Betrag notieren und später abrechnen. Halten Sie schriftlich fest, wer was schuldet, sonst geht es im Tagesgeschäft unter.
- Kunden sichtbar informieren: Ein Aushang an Tür und Kasse („Kartenzahlung derzeit gestört – Barzahlung möglich") nimmt Diskussionen vorweg und spart Ihrem Personal jede Menge Erklärungen.
- Zweitgerät einsetzen: Ein mobiles Terminal oder eine App-basierte Lösung als Reserve hilft, wenn nur ein Gerät oder eine Leitung betroffen ist. Bei einer Netzstörung nützt sie nichts, bei einem Geräteproblem rettet sie den Tag.
- Umsätze danach kontrollieren: Wenn die Störung vorbei ist, machen Sie einen Kassenschnitt und gleichen Sie die eingereichten Umsätze mit der Kasse ab. Manche Terminals speichern Transaktionen während einer Unterbrechung und übertragen sie erst später – dann taucht der Umsatz verzögert auf.
Störungs-Ticker per WhatsApp
Eine Statusseite hilft nur, wenn jemand sie aufruft. In der Praxis merkt man die Störung an der Kasse und sucht dann erst nach der Ursache – das kostet die entscheidenden Minuten. Deshalb gibt es den Störungs-Ticker per WhatsApp: Sie tragen einmal Ihre Mobilnummer ein und werden benachrichtigt, sobald eine Störung im Netzbetrieb oder bei einem Kartensystem bekannt wird. Der Kanal ist kostenfrei, ausschließlich für betriebskritische Eilmeldungen reserviert und jederzeit mit einer Nachricht kündbar. Wenn alles läuft, hören Sie nichts.
Häufige Fragen zur Störung bei der Kartenzahlung
Gibt es heute eine Störung bei der Kartenzahlung?
Den Stand dazu sehen Sie im Statusblock am Anfang dieser Seite, zusammen mit dem Zeitpunkt der letzten Aktualisierung. Steht dort keine Meldung, war zu diesem Zeitpunkt keine großflächige Störung bekannt. Da die Seite nicht in Echtzeit aktualisiert wird, prüfen Sie bei einem akuten Ausfall zusätzlich die Statusseite Ihres Netzbetreibers.
Woran erkenne ich, ob die Störung bei mir oder im Netz liegt?
Probieren Sie zuerst eine zweite Karte eines anderen Systems. Funktioniert sie, liegt es an der ersten Karte. Scheitern alle Karten, prüfen Sie Verbindung und Fehlercode am Terminal und erst danach den Status Ihres Netzbetreibers. Betrifft der Ausfall auch Nachbarbetriebe in Ihrer Straße, spricht das deutlich für eine Netzstörung.
Wie lange dauert eine Störung der Kartenzahlung?
Das lässt sich seriös nicht pauschal beantworten – die Dauer hängt davon ab, ob eine einzelne Leitung, ein Netzbetreiber oder ein Kartensystem betroffen ist. Verlassen Sie sich nicht auf Schätzungen, sondern auf die Statusmeldung Ihres Netzbetreibers, und halten Sie für die Zwischenzeit eine Alternative bereit.
Was mache ich bei einer Störung der EC-Kartenzahlung sofort?
Weisen Sie das Personal an, aktiv Barzahlung anzubieten, hängen Sie einen Hinweis an Tür und Kasse aus und notieren Sie den Fehlercode des Terminals. Bei größeren Beträgen bieten Sie Rechnung oder Überweisung an. Nach dem Ende der Störung gleichen Sie die Umsätze über den Kassenschnitt ab.
Gehen Umsätze verloren, wenn während der Zahlung eine Störung auftritt?
Abgeschlossene und autorisierte Zahlungen bleiben erhalten. Kritisch sind die Zahlungen, die genau während des Ausfalls abgebrochen wurden: Prüfen Sie diese Vorgänge nach der Störung im Tagesabschluss und buchen Sie nichts doppelt, bevor Sie den Beleg gesehen haben. Bei Unklarheiten klärt Ihr Netzbetreiber den einzelnen Vorgang.
Wie erfahre ich sofort von einer neuen Störung?
Über den Störungs-Ticker per WhatsApp. Sie melden sich einmal mit Ihrer Mobilnummer an und erhalten eine Nachricht, sobald eine Störung im Netzbetrieb oder bei einem Kartensystem bekannt wird – ohne dass Sie eine Seite aufrufen müssen.


