Mit SoftPOS wird ein NFC-fähiges Smartphone oder Tablet zum Kartenterminal, ganz ohne zusätzliches Lesegerät. Kunden halten Karte, Smartphone oder Uhr an Ihr Handy, die Zahlung läuft über die App Softpay. Bei Future Payments zahlen Sie dafür keine Miete und keine Anschaffung, sondern nur eine Gebühr je Zahlung: 1,90 % bei Visa- und Mastercard-Kreditkarten sowie American Express, 0,89 % bei Debitkarten von Visa und Mastercard. Andere Namen für dasselbe Prinzip sind Tap to Pay, Tap on Phone oder Tap on Mobile.
Eine Einschränkung vorweg: Die girocard lässt sich am Smartphone nicht annehmen. Für Betriebe mit vielen deutschen Stammkunden ist deshalb oft ein gemietetes Terminal die bessere Wahl. Ab welchem Umsatz das gilt, rechnen wir unten vor.
SoftPOS-Konditionen bei Future Payments
| Position | SoftPOS (Softpay) | Zum Vergleich: mobiles Mietterminal |
|---|---|---|
| Gerät | Ihr eigenes Smartphone, keine Miete | 16,95 € im Monat |
| Visa und Mastercard Kreditkarte | 1,90 % | 0,89 % |
| American Express (SoftPOS) | 1,90 % | 1,5 % |
| Visa Debit und Debit Mastercard | 0,89 % | 0,89 % |
| girocard | nicht möglich | 0,24 % |
| Beleg | digital | gedruckt oder digital |
Alle Preise zzgl. MwSt., Stand Oktober 2026. Verbindlich ist allein Ihr individuelles Angebot.
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So wird Ihr Handy zum Kartenlesegerät
SoftPOS steht für Software Point of Sale. Die NFC-Antenne im Smartphone, sonst für Apple Pay oder Google Pay genutzt, übernimmt die Aufgabe des Kartenlesers. Eine zertifizierte App steuert den Bezahlvorgang:
Die PIN wird wie bei jeder kontaktlosen Zahlung ab einem bestimmten Betrag verlangt, in Deutschland üblicherweise ab 50 €. Sie wird auf einer geschützten Oberfläche direkt auf dem Display eingegeben.
Für die Sicherheit gibt es einen eigenen Standard: PCI MPoC (Mobile Payments on COTS) des PCI Security Standards Council regelt, wie Zahlungen auf handelsüblichen Smartphones geschützt werden. Softpay erfüllt PCI MPoC sowie PCI DSS, PCI SSLC und PCI PIN. Karten- und PIN-Daten werden nicht als lesbare Werte auf Ihrem Gerät gespeichert. Das Smartphone muss ein aktuelles Betriebssystem haben und darf nicht gerootet oder per Jailbreak verändert sein, das prüft die App bei jedem Start.
Mehr zur Technik steht im Glossar unter SoftPOS.
Welche Handys funktionieren?
Softpay läuft auf Android-Smartphones und iPhones mit eingebautem NFC-Chip:
- Android: ab Android 8.1, empfohlen ist Android 10 oder neuer.
- iPhone: ab iPhone XR mit iOS 17.4 oder neuer.
Geräte mit eingebautem Kartenschlitz oder angeschlossenem Chipleser unterstützt Softpay nicht, dafür ist ein Terminal gedacht. Ob Ihr konkretes Modell freigegeben ist, prüfen wir vor dem Start (Softpay FAQ).
Warum die girocard am Smartphone nicht geht
Softpay nimmt kontaktlose Karten von Visa, Mastercard und American Express sowie Apple Pay und Google Pay an, die girocard aber nicht. Viele girocards tragen zusätzlich ein Logo von Visa oder Mastercard. Dann läuft die Zahlung am Smartphone über dieses zweite System, als Debitkarte zu 0,89 %. Reine girocards ohne zweites Logo lassen sich nicht annehmen, und Karten ohne Kontaktlosfunktion ebenfalls nicht, weil das Smartphone keinen Kartenschlitz hat.
Für einen Handwerker, der eine Rechnung beim Kunden kassiert, ist das selten ein Problem. Für einen Laden, in dem die meisten Kunden mit der girocard zahlen, schon: Dort kostet dieselbe Zahlung am Smartphone 0,89 % statt 0,24 % am Terminal, oder sie scheitert ganz. Wie verbreitet die girocard ist, zeigt der Ratgeber Kartenzahlung in Zahlen.
SoftPOS oder Kartenterminal: der Kostenvergleich
SoftPOS hat keine Grundkosten, dafür höhere Gebühren je Zahlung. Ein gemietetes Terminal kostet eine feste Miete, rechnet aber jede Zahlung günstiger ab. Bei wenig Umsatz gewinnt deshalb SoftPOS, bei viel Umsatz das Terminal.
Gerechnet mit einem typischen Kartenmix aus 60 % Debitkarten und 40 % Kreditkarten, Bons über 16,67 €: Bei 500 € Kartenumsatz im Monat kostet SoftPOS rund 6 €, das mobile Terminal rund 19 €. Bei 1.500 € sind es rund 19 € gegen 24 €. Bei 3.000 € dreht sich das Bild: rund 39 € für SoftPOS gegen 32 € für das Terminal. Der Umschlagpunkt liegt bei diesem Mix bei rund 2.100 € Kartenumsatz im Monat. Zahlen Ihre Kunden überwiegend mit Kreditkarte, liegt er schon bei rund 1.700 €.
Unverbindliche Beispielrechnung auf Grundlage der genannten Annahmen, kein Angebot und keine Preiszusage. Verbindlich ist allein Ihr individuelles Angebot.
| Kriterium | SoftPOS | Klassisches Terminal |
|---|---|---|
| Grundkosten | keine | Miete stationär ab 12,50 €, mobil ab 16,95 € im Monat |
| Gebühr je Zahlung | höher | niedriger, girocard 0,24 % |
| girocard | nicht möglich | ja |
| Karten ohne Kontaktlosfunktion | nicht möglich | ja, per Chip und PIN |
| Beleg | digital | gedruckt oder digital |
| Akku | hängt vom Smartphone ab | auf den ganzen Tag ausgelegt |
| Während der Zahlung | Smartphone ist belegt | eigenes Gerät |
| Ideal für | gelegentliche Zahlungen, unterwegs | regelmäßige Zahlungen, fester Kassenplatz |
Was ein Terminal im ersten Jahr kostet, steht im Ratgeber Kartenlesegerät Kosten. Alle Gebühren je Kartenart erklärt der Ratgeber Kartenzahlung Gebühren.
Für wen lohnt sich SoftPOS?
SoftPOS passt gut für:
- Handwerker und mobile Dienstleister: Zahlung direkt nach getaner Arbeit, ohne Terminal im Fahrzeug.
- Gelegentliche Verkäufe: Marktstand an wenigen Tagen im Jahr, Event-Catering, Pop-up auf dem Stadtfest.
- Gründer: testen, ob Kunden Kartenzahlung annehmen, ohne Vertrag über eine Gerätemiete.
- Zweite Kasse: zusätzliche Zahlungsstelle an Spitzentagen oder Ausweichlösung, wenn das Terminal ausfällt.
- Termingeschäft beim Kunden: Fotografen, Personal Trainer, Pflege- und Gesundheitsdienste bei Hausbesuchen.
Ein Terminal ist besser für:
- Regelmäßigen Kartenumsatz über rund 2.000 € im Monat.
- Läden mit vielen girocard-Kunden, etwa Bäckereien, Kioske oder den Lebensmittelhandel.
- Gastronomie mit hohem Durchsatz, wo Trinkgeld, Bondruck und Kassenanbindung fest eingebaut sein sollen. Dafür gibt es das mobile Kartenlesegerät.
- Betriebe, die Papierbelege brauchen, weil Kunden sie verlangen oder sie für die Abrechnung gebraucht werden.
So starten Sie mit SoftPOS
- Smartphone prüfen: Android ab 8.1 oder iPhone ab XR mit iOS 17.4, jeweils mit NFC. Wir prüfen Ihr konkretes Modell vor dem Start.
- Vertrag und Legitimation: Unternehmensdaten und Identität werden geprüft, danach erhalten Sie den Akzeptanzvertrag.
- App einrichten: Nach der Freischaltung ist Softpay in wenigen Minuten eingerichtet.
- Testzahlung: kleinen Betrag eingeben, Karte ans Smartphone halten, fertig.
Für Fragen erreichen Sie Future Payments persönlich unter 040 226 226 100. Oft ist die beste Lösung eine Kombination: ein Terminal am festen Platz und SoftPOS für unterwegs. Alle Terminals stehen auf der Übersicht EC-Kartenlesegerät mieten.
Quellen
- PCI Security Standards Council: Mobile Payments on COTS (MPoC), abgerufen am 14. September 2026.
- Initiative Deutsche Zahlungssysteme (girocard): Häufig gestellte Fragen zum kontaktlosen Bezahlen, abgerufen am 14. September 2026.
- Softpay: Frequently Asked Questions, Geräteanforderungen, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Kontaktloses Bezahlen im digitalen Alltag via NFC, abgerufen am 14. September 2026.




