Payment-Glossar

PCI DSS: Definition und Pflichten für Händler

Definition

PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standard) ist der Sicherheitsstandard für alle Unternehmen, die Karteninhaberdaten speichern, verarbeiten oder übertragen. Herausgeber ist der PCI Security Standards Council, ein Gremium der großen Kartensysteme. Der Standard ist kein Gesetz, sondern vertragliche Pflicht: Wer Kartenzahlungen annimmt, verpflichtet sich im Akzeptanzvertrag zu seiner Einhaltung.

Kurz erklärt

PCI DSS ist der Sicherheitsstandard des PCI Security Standards Council für alle, die Kartendaten speichern, verarbeiten oder übertragen. Für Händler mit gemietetem, zertifiziertem Terminal reduziert sich der Aufwand meist auf einen kurzen Selbstfragebogen.

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Was der Standard verlangt

PCI DSS bündelt technische und organisatorische Anforderungen rund um den Schutz von Kartendaten. Die Themenblöcke lassen sich so zusammenfassen:

  • sichere Netzwerkkonfiguration und Firewall
  • keine Verwendung von Werkseinstellungen bei Passwörtern
  • Schutz gespeicherter Karteninhaberdaten und Verschlüsselung bei der Übertragung
  • Schutz vor Schadsoftware und aktuelle Software
  • Zugriffsbeschränkung nach dem Prinzip der geringsten Rechte
  • Protokollierung, Überwachung und regelmäßige Tests
  • eine dokumentierte Sicherheitsrichtlinie

Die aktuellen Fassungen des Standards und die zugehörigen Nachweisdokumente veröffentlicht der Council in seiner Dokumentbibliothek.

Warum der Aufwand für die meisten Händler klein ist

Der Umfang der Nachweispflicht hängt davon ab, wie viele Kartendaten ein Betrieb überhaupt berührt. Entscheidend ist ein einfacher Zusammenhang: Je weniger Kartendaten im eigenen System liegen, desto kürzer die Prüfung.

Ein stationärer Händler mit einem gemieteten, zertifizierten POS-Terminal ohne elektronische Speicherung von Kartendaten fällt in die einfachste Kategorie. Der Nachweis erfolgt dann über einen Selbstauskunftsbogen (Self-Assessment Questionnaire, SAQ) – in der Regel ein überschaubarer Fragenkatalog, keine externe Prüfung. Größere Aufwände entstehen erst, wenn Kartendaten im eigenen Kassensystem, in einer Datenbank oder in einem Online-Shop verarbeitet werden.

Wichtig für die Praxis: Das Terminal selbst bringt seine Zertifizierung mit, und Sicherheitsupdates spielt der Netzbetreiber ein. Der Händler muss die Gerätesicherheit also nicht selbst herstellen – wohl aber im Alltag aufrechterhalten. Die ausführliche Einordnung steht im Ratgeber PCI DSS Compliance für Händler.

Praxisbezug: Was im Laden konkret zählt

Die vier Punkte, an denen es im Alltag tatsächlich hängt, sind unspektakulär:

  1. Keine Kartendaten notieren. Keine Kartennummer auf einem Zettel, nicht per E-Mail, nicht im Reservierungssystem.
  2. Terminal im Blick behalten. Sichtprüfung auf fremde Aufsätze oder Kabel, besonders bei frei zugänglichen Geräten.
  3. Gerät nicht weitergeben. Kein Austausch durch angebliche Techniker ohne Ankündigung des Netzbetreibers.
  4. Belege korrekt aufbewahren. Auf dem Händlerbeleg steht die Kartennummer ohnehin nur verkürzt.

Bei SoftPOS-Lösungen gilt derselbe Grundsatz in angepasster Form: Hier greift zusätzlich der Standard MPoC für Zahlungen auf Seriengeräten. Auch dort liegt die Verantwortung des Händlers vor allem darin, die zertifizierte Lösung unverändert und auf einem aktuellen Gerät zu betreiben.

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Quellen

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