Ein Kartenlesegerät kaufen kostet einmalig meist 200 bis 500 € pro Gerät. Auf eine übliche Nutzungsdauer von 36 Monaten umgelegt sind das 5,56 bis 13,89 € im Monat – allerdings nur für die Hardware. Zur Miete beginnt ein stationäres EC-Kartenlesegerät bei 12,50 € im Monat, ein mobiles bei 16,95 €, und darin stecken Wartung, Sicherheitsupdates, Zertifizierungswechsel und der Austausch bei Defekt.
Damit die Ausgangslage klar ist: Future Payments vermietet EC-Terminals und verkauft sie nicht. Diese Seite ist trotzdem keine Werbeseite für die Miete. Sie rechnet beide Wege durch, benennt, wann der Kauf die bessere Entscheidung ist, und sagt am Ende auch, wo man kaufen kann.
Kartenlesegerät kaufen: was der Preis abdeckt
Die Spanne von 200 bis 500 € für ein vollwertiges Kartenterminal ist die Größenordnung, mit der wir auch im Ratgeber Kartenzahlung Kosten für Händler arbeiten. Sie gilt für Geräte mit eigenem Display, PIN-Pad, Bondrucker und eigener Verbindung – also für das, was an einer festen Kasse oder am Tisch tatsächlich den ganzen Tag läuft.
Darunter gibt es eine zweite Klasse: einfache Kartenleser, die an ein Smartphone gekoppelt werden. SumUp etwa verkauft das Solo Lite laut eigener Produktseite aktuell für 17 € netto statt 34 €, also 20,23 € inklusive Umsatzsteuer, und das eigenständige SumUp Terminal für 109 € netto statt 169 €, also 129,71 € inklusive Umsatzsteuer; ein passender Bondrucker kostet dort 59 € (Quellen: Solo Lite, SumUp Terminal, Solo Bondrucker, abgerufen am 9. September 2026; die Gerätepreise sind derzeit reduziert).
Diese Zahlen sind der ehrliche Rahmen: Wer selten kassiert, kommt mit deutlich weniger als 200 € aus. Wer ein Gerät für den Dauerbetrieb mit Kassenanbindung sucht, landet in der genannten Spanne.
Was der Kaufpreis nicht abdeckt
Der häufigste Denkfehler beim Kauf ist die Annahme, mit dem Gerät sei die Sache erledigt. Sechs Posten bleiben, und fünf davon kommen bei Kauf und Miete gleichermaßen vor – nur trägt sie beim Kauf Ihr Betrieb.
- Der Netzbetreibervertrag. Ein Kartenterminal kann von sich aus keine Zahlung abwickeln. Es braucht einen Netzbetreiber und einen Akzeptanzvertrag, damit Autorisierung, Clearing und Gutschrift funktionieren. Das gilt beim gekauften Gerät genauso wie beim gemieteten. Wer ein Terminal kauft und keinen Vertrag hat, hat ein Gerät gekauft, das nichts kann.
- Die Transaktionsgebühren. Sie hängen am Akzeptanzvertrag, nicht am Besitzverhältnis der Hardware. Der Kauf senkt sie nicht.
- Wartung und Ersatz bei Defekt. Nach Ablauf der Gewährleistung ist die Reparatur oder Neubeschaffung Ihre Sache – inklusive der Tage, an denen Sie kein Terminal haben. Im Mietmodell tauschen wir defekte Geräte innerhalb von 48 Stunden.
- Sicherheitsupdates. Zahlungsterminals bekommen regelmäßig Software- und Sicherheitsstände aufgespielt. Wer das Gerät besitzt, muss dafür sorgen, dass sie ankommen, und trägt die Kosten, wenn der Anbieter sie berechnet.
- Zertifizierungswechsel. Die Zertifizierungen für Terminals und Verfahren laufen aus und werden erneuert. Fällt ein Gerät aus der gültigen Zertifizierung, ist es nicht mehr einsetzbar – auch wenn es technisch einwandfrei funktioniert. Das ist der Posten, der beim Kauf am häufigsten unterschätzt wird, weil er nicht angekündigt kommt wie ein Defekt.
- Die Verbindung. Ein kabelloses Gerät braucht WLAN oder Mobilfunk. Was das kostet, veröffentlicht etwa Payone offen: Ein kabelloses Terminal schlägt im Tarif PAYONE Classic mit 3 € im Monat zusätzlich zu Buche, eine optionale SIM-Karte mit weiteren 3 € im Monat (Quelle, abgerufen am 9. September 2026).
Kartenlesegerät kaufen oder mieten: die Rechnung über 36 Monate
| Kartenlesegerät kaufen | Kartenlesegerät mieten | |
|---|---|---|
| Anschaffung | 200 bis 500 € einmalig | 0 € |
| Auf 36 Monate umgelegt | 5,56 bis 13,89 € pro Monat | ab 12,50 € pro Monat stationär, ab 16,95 € mobil |
| Einrichtung | je nach Anbieter | keine |
| Versand | je nach Anbieter | 9,95 € einmalig, Vor-Ort-Installation optional 24,95 € |
| Netzbetreibervertrag | erforderlich, separat | erforderlich, im Angebot enthalten |
| Transaktionsgebühren | ja, nach Akzeptanzvertrag | ja, girocard 0,24 %, Visa/Mastercard 0,89 %, American Express 1,5 %, Mindestgebühr 0,04 € je Transaktion |
| Wartung und Ersatz bei Defekt | bei Ihnen, inklusive Ausfallzeit | Austausch innerhalb von 48 Stunden |
| Sicherheitsupdates | Ihre Aufgabe | enthalten |
| Zertifizierungswechsel | Ihre Aufgabe, notfalls Neubeschaffung | enthalten |
| Modellwechsel bei geänderten Anforderungen | Neukauf | im Rahmen des Vertrags möglich |
| Bindung | keine | 24 Monate Laufzeit; monatlich kündbar gegen 5,00 € je Gerät und Monat |
Rein auf die Hardware gesehen kann der Kauf günstiger sein: 200 € für ein einfaches Gerät ergeben 5,56 € im Monat gegen 12,50 € Miete. Diese Rechnung stimmt genau so lange, wie nichts passiert. Ein einziger Austausch nach 20 Monaten kehrt sie um, und ein Zertifizierungswechsel, der ein Gerät aus dem Verkehr nimmt, sowieso. Am oberen Ende der Spanne – 500 € für ein Gerät mit Bondrucker und Mobilfunk – liegt der Kauf mit 13,89 € pro Monat bereits über der Miete, ohne dass ein einziger Servicefall eingerechnet wäre.
Wir beziffern die Posten Wartung, Updates und Zertifizierung hier bewusst nicht in Euro. Sie hängen an Gerät, Hersteller und Vertrag und schwanken zu stark, als dass eine Zahl seriös wäre. Was wir sagen können: Es sind keine Nullpositionen.
Unverbindliche Beispielrechnung auf Grundlage der genannten Annahmen – kein Angebot und keine Preiszusage. Verbindlich ist allein Ihr individuelles Angebot.
Wann sich der Kauf lohnt
Bei sehr seltener Nutzung. Ein Verein mit drei Festen im Jahr, ein Marktstand an zwölf Samstagen, ein Betrieb mit einer Handvoll Kartenzahlungen im Monat: Hier ist jede monatliche Fixgebühr eine schlechte Idee. Ein günstiger Kartenleser mit einem Pauschaltarif ohne Grundgebühr ist die passende Antwort.
Wenn Sie Technik selbst betreuen. Betriebe mit eigener IT, die Geräte ohnehin verwalten, Updates einspielen und Ersatzgeräte vorhalten, verlieren durch die Miete einen Service, den sie nicht brauchen.
Bei sehr langer, stabiler Nutzung an einem festen Platz. Wenn absehbar ist, dass sich am Setup über viele Jahre nichts ändert, und Sie bereit sind, das Zertifizierungsrisiko selbst zu tragen.
Wenn Sie sich grundsätzlich nicht binden wollen. Unsere Verträge laufen 24 Monate. Monatlich kündbar geht auch, kostet aber 5,00 € je Gerät und Monat extra. Wer sich gar nicht binden möchte, hat einen legitimen Grund gegen die Miete – und der wiegt schwerer als jede Ersparnisrechnung.
Wann sich die Miete lohnt
Im Dauerbetrieb an der Kasse. Wenn Kartenzahlung Tagesgeschäft ist, ist die entscheidende Größe nicht der Gerätepreis, sondern die Frage, wie schnell Sie nach einem Ausfall wieder kassieren. Ein Terminal, das an einem Samstag ausfällt, kostet mehr Umsatz, als das Gerät wert ist.
Wenn niemand im Haus die Technik betreut. Updates, Zertifizierungen und Störungsdiagnose sind kein Nebenjob für die Ladenleitung.
Wenn Sie planbare Fixkosten wollen. Ein fester Monatsbetrag, in dem Service, Ersatz und Updates stecken, ist buchhalterisch und praktisch einfacher als eine Investition plus unbestimmte Folgekosten.
Wenn sich Ihre Anforderungen ändern können. Zweites Gerät für die Saison, Wechsel von stationär auf mobil, Kassenanbindung, die später dazukommt: Im Mietmodell sind das Vertragsanpassungen, beim Kauf sind es Neuanschaffungen.
Wo Sie ein Kartenlesegerät kaufen können
Wir verkaufen keine Geräte und sprechen deshalb auch keine Empfehlung aus. Der Vollständigkeit halber die üblichen Wege: Die Terminalhersteller – unter anderem Ingenico, Verifone, PAX, CCV und Worldline – vertreiben über eigene Distributoren und Fachhändler; dort bekommen Sie Geräte inklusive der Frage, welcher Netzbetreiber sie anmeldet. Anbieter mit eigenem Ökosystem wie SumUp verkaufen ihre Kartenleser direkt über die eigene Website. Und es gibt einen Gebrauchtmarkt, bei dem die Zertifizierungs- und Anmeldefrage besonders sorgfältig zu prüfen ist.
Klären Sie in jedem Fall vor dem Kauf: Lässt sich genau dieses Gerät bei dem Netzbetreiber anmelden, mit dem Sie arbeiten wollen? Ist es aktuell zertifiziert, und wie lange noch? Wer spielt Updates auf? Und was kostet Ersatz, wenn es ausfällt? Ein Gerät, das diese vier Fragen nicht besteht, ist auch für 150 € zu teuer.
Häufige Fragen zu Kauf und Miete
Was kostet es, ein Kartenlesegerät zu kaufen?
Ein vollwertiges Kartenterminal mit Display, PIN-Pad und Bondrucker kostet einmalig meist 200 bis 500 €. Einfache Kartenleser, die per Bluetooth an ein Smartphone gekoppelt werden, liegen deutlich darunter: SumUp verkauft das Solo Lite laut eigener Produktseite derzeit für 17 € netto statt 34 € und ein eigenständiges Terminal für 109 € netto statt 169 €, Stand September 2026.
Brauche ich beim Kauf trotzdem einen Vertrag?
Ja. Ein gekauftes Kartenlesegerät kann ohne Netzbetreiber- und Akzeptanzvertrag keine Zahlung abwickeln. Autorisierung, Clearing und Gutschrift laufen über diesen Vertrag, und über ihn werden auch die Transaktionsgebühren abgerechnet. Der Kauf ersetzt den Vertrag nicht, er ersetzt nur die Miete.
Ist Kaufen auf lange Sicht günstiger als Mieten?
Nur, wenn nichts dazwischenkommt. Rein auf die Hardware gerechnet ergeben 200 € Kaufpreis auf 36 Monate 5,56 € pro Monat gegenüber 12,50 € Miete. Sobald aber ein Austausch nach Defekt, ein kostenpflichtiges Update oder ein Zertifizierungswechsel anfällt, kippt die Rechnung – und bei einem Gerät für 500 € liegt der Kauf mit 13,89 € pro Monat schon ohne Servicefall über der Miete.
Verkauft Future Payments auch Kartenlesegeräte?
Nein. Future Payments vermietet EC-Terminals und verkauft sie nicht. Der Grund ist praktisch: Wartung, Austausch, Sicherheitsupdates und Zertifizierungswechsel bleiben im Mietmodell unsere Aufgabe. Wenn ein Kauf für Ihren Fall die bessere Lösung ist, sagen wir Ihnen das – und nennen Ihnen die Wege, ohne einen Anbieter zu empfehlen.
Was passiert bei einem Defekt?
Beim gekauften Gerät tragen Sie nach Ablauf der Gewährleistung Reparatur oder Neubeschaffung selbst, einschließlich der Zeit ohne Kartenzahlung. Im Mietmodell von Future Payments wird ein defektes Gerät innerhalb von 48 Stunden ausgetauscht, ohne Zusatzkosten.
Lohnt sich ein gebrauchtes Kartenterminal?
Nur mit Prüfung. Entscheidend sind drei Punkte: ob das Modell aktuell zertifiziert ist, ob der Netzbetreiber Ihrer Wahl es anmeldet und ob es noch mit Sicherheitsupdates versorgt wird. Fällt eine dieser Antworten negativ aus, ist der niedrige Preis irrelevant, weil das Gerät nicht in Betrieb geht.
Wenn Sie unsicher sind, welches Modell für Ihre Situation passt: Wir gehen Ihren Fall im Gebührencheck durch – inklusive der Frage, ob ein Kauf bei Ihnen die sinnvollere Entscheidung wäre. Welche Geräte bei uns zur Verfügung stehen und was sie können, zeigt die Übersicht EC-Kartenlesegerät mieten.
Weiterführende Ratgeber
- SumUp Alternative – ab wann sich ein gemietetes EC-Terminal gegenüber SumUp rechnet
- SumUp Gebühren – die Tarife, Hardwarepreise und Rechenbeispiele im Detail
- Flatpay Erfahrungen – das Flatrate-Modell mit Kosten, Grenzen und Rechenbeispiel
- Payone Erfahrungen – die drei Terminaltarife und alle Gebühren mit Quelle





