Payment-Glossar

Tagesabschluss: Definition am Kartenterminal

Definition

Tagesabschluss ist die im Handel gebräuchliche Bezeichnung für den Kassenschnitt am Kartenterminal: das Einreichen aller seit dem letzten Schnitt gespeicherten Kartenzahlungen beim Netzbetreiber , üblicherweise einmal täglich nach Ladenschluss. Technisch sind beide Begriffe identisch – „Tagesabschluss“ beschreibt nur den üblichen Rhythmus.

Kurz erklärt

Tagesabschluss ist die im Handel übliche Bezeichnung für den Kassenschnitt am Kartenterminal: das einmal täglich ausgeführte Einreichen aller gespeicherten Kartenzahlungen. Eine gesetzliche Frist dafür gibt es nicht.

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Warum der Begriff irreführend sein kann

Der Name legt nahe, es gehe um einen Kalendertag. Das ist nicht der Fall. Ein Tagesabschluss umfasst immer alles, was seit dem letzten Abschluss aufgelaufen ist – auch wenn das drei Tage sind. Daraus folgt die beruhigendste Regel im Alltag: Ein vergessener Tagesabschluss bedeutet keinen Umsatzverlust. Wird er nachgeholt, gehen die älteren Zahlungen mit ein.

PAYONE hält als Netzbetreiber ausdrücklich fest, dass nicht vorgeschrieben ist, wann ein Kassenschnitt zu erfolgen hat. Als Folge eines späten Abschlusses nennt das Unternehmen lediglich, dass der Kassenabschluss dann unter Umständen unbare Einnahmen ausweist, die sich nicht in gleicher Höhe auf dem Geschäftskonto wiederfinden – ein Buchhaltungsproblem, kein Zahlungsproblem.

Was sich nach dem Abschluss nicht mehr ändern lässt

Ein Punkt ist dennoch endgültig: Stornos. Elavon hält in seinem Handbuch fest, dass ein Storno nur möglich ist, solange für die betreffende Zahlung noch kein Kassenschnitt durchgeführt wurde. Das CCV-Handbuch formuliert es genauso. Wer also eine Fehlbuchung bemerkt – falscher Betrag, doppelt kassiert –, storniert sie vor dem Tagesabschluss. Danach bleibt nur die Rückerstattung als eigener Vorgang.

Praxisbezug: Wann der Tagesabschluss sinnvoll ist

Die meisten Betriebe legen ihn direkt nach Geschäftsschluss, zusammen mit dem Kassenabschluss der Registrierkasse. Das hat einen einfachen Grund: Nur wenn beide Abschlüsse denselben Zeitraum abdecken, lassen sich Kassenbestand und Kartenumsatz sauber gegeneinander abgleichen.

In der Gastronomie liegt der Zeitpunkt oft nach Mitternacht – dann sollte der Abschluss bewusst erst nach dem letzten Gast erfolgen, nicht um 23:59 Uhr. In Betrieben mit mehreren Terminals braucht jedes Gerät seinen eigenen Abschluss; ein zentraler Schnitt für alle Geräte existiert nicht.

Praktischer Rat: Die meisten aktuellen Terminals lassen sich auf einen automatischen Tagesabschluss zu einer festen Uhrzeit einstellen. Das Gerät muss dazu eingeschaltet und verbunden bleiben. Wie das modellabhängig eingerichtet wird und wie ein vergessener Abschluss nachgeholt wird, steht unter Kassenschnitt und Tagesabschluss am EC-Gerät.

Kommt trotz durchgeführtem Abschluss keine Gutschrift, liegt der Fehler meist in der Verbindung. Was die Meldungen bedeuten, steht in der Fehlercode-Übersicht; typische Ursachen behandelt der Ratgeber Probleme mit dem EC-Terminal.

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Quellen

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