Ratgeber · 14 Min. Lesezeit

Kreditkartengebühren Händler 2026: 0,3 % Deckel, Visa 0,89 %

Was kosten Kreditkarten Händler? Visa/Mastercard ab 0,89 %, Interchange auf 0,3 % gedeckelt. Warum Firmenkarten mehr kosten und was Amex je Branche zahlt.

Fachlich verantwortlich: Martin Damaszek, Geschäftsführer · Payment-Experte seit 2003

Hand hält eine schwarze Kreditkarte neben ein Smartphone mit geöffnetem Online-Shop.
Kurz erklärt

Kreditkartengebühren für Händler bestehen aus Interchange, Scheme Fee und Acquirer-Marge. Die Interchange ist für private Kreditkarten aus dem EWR auf 0,3 % gedeckelt (Verordnung (EU) 2015/751), für Privatkarten von außerhalb des EWR am Terminal ebenfalls auf 0,3 % (Zusagen von Visa und Mastercard, bis November 2029). Firmenkarten und Scheme Fees sind nicht gedeckelt. Bei Future Payments kosten Visa und Mastercard 0,89 %, American Express 1,5 %, in einzelnen Branchen mit festem Satz weniger, etwa Apotheken 1,00 % (Stand Oktober 2026).

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Im Überblick

Kreditkartengebühren für Händler bestehen aus drei Teilen: der Interchange an die Bank Ihres Kunden, der Scheme Fee an Visa oder Mastercard und der Marge Ihres Zahlungsdienstleisters. Nur der erste Teil ist gesetzlich begrenzt: Für private Kreditkarten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) darf die Interchange höchstens 0,3 % betragen. Bei Future Payments kostet eine Zahlung mit Visa oder Mastercard 0,89 %, mit American Express 1,5 % ¹.

Teuer wird es an zwei Stellen, die viele Händler unterschätzen: bei Firmenkreditkarten, deren Interchange nicht gedeckelt ist, und bei Karten von außerhalb des EWR, für die höhere Netzwerkgebühren anfallen. Dieser Ratgeber erklärt, wie sich der Satz zusammensetzt, welche Deckel gelten und wo die Aufschläge herkommen. Den Überblick über alle Kartenarten samt girocard, Terminalmiete und Branchenbeispielen finden Sie im Ratgeber Kartenzahlung Gebühren.

Kreditkartengebühren für Händler: die kurze Antwort

  • Private Visa- und Mastercard-Kreditkarten aus dem EWR: Interchange höchstens 0,3 %. Zusammen mit Scheme Fee und Marge zahlen Händler am Markt meist 0,85 bis 1,50 %, bei Future Payments 0,89 %.
  • Privatkarten von außerhalb des EWR, etwa von Gästen aus den USA oder Großbritannien: am Terminal ebenfalls höchstens 0,3 % Interchange, online bis zu 1,5 %. Die Netzwerkgebühren für grenzüberschreitende Zahlungen liegen aber höher.
  • Firmenkreditkarten: Die Interchange ist nicht gedeckelt. Am Markt kommen auf den Kartensatz meist 1,10 bis 1,99 % Aufschlag, bei Future Payments 1,30 %.
  • American Express: eigenes Netzwerk, ein Satz für alles, bei Future Payments 1,5 % ¹. In einzelnen Branchen gilt ein niedrigerer, fester Satz, etwa 1,00 % für Apotheken.
  • Weitergeben an Kunden: bei privaten Visa- und Mastercard-Karten verboten (§ 270a BGB).

Wie setzen sich Kreditkartengebühren zusammen?

Die Gebühr auf Ihrer Abrechnung nennt die EU-Kommission das Händlerentgelt (Merchant Service Charge). Es besteht aus Interchange, Scheme Fee und der Marge des Acquirers, also Ihres Zahlungsdienstleisters (EU-Kommission, SWD(2020) 118). An jeder Kreditkartenzahlung verdienen deshalb drei Parteien mit:

Wer an einer Kreditkartenzahlung mitverdient
1Kunde zahltVisa oder Mastercard am Terminal, der volle Betrag wird autorisiert
2AcquirerIhr Zahlungsdienstleister wickelt ab und behält seine Marge
3KartennetzVisa oder Mastercard berechnet die Scheme Fee, nicht gedeckelt
4IssuerDie Bank des Kunden erhält die Interchange, gedeckelt auf 0,3 %
5GutschriftSie erhalten den Umsatz abzüglich der Gesamtgebühr
Quelle: EU-Kommission, Bericht zur Interchange-Verordnung, SWD(2020) 118

1. Interchange (Interbankenentgelt). Geht an die Bank, die die Karte ausgegeben hat (Issuer). Sie trägt das Ausfallrisiko und stellt dem Kunden den Kreditrahmen. Für Privatkarten ist die Interchange in der EU gedeckelt, bei Kreditkarten auf 0,3 %. Der Deckel ist ein Höchstwert: Visa und Mastercard legen die Sätze darunter selbst fest.

2. Scheme Fee (Netzwerkgebühr). Geht an Visa oder Mastercard für die Nutzung des Kartennetzes. Die Scheme Fee ist nicht reguliert, setzt sich aus vielen Einzelposten zusammen, und die Netzwerke veröffentlichen dafür keine Preisliste. Klein ist sie nicht: Nach Auswertung der EU-Kommission lagen die Scheme Fees, die Acquirer in Deutschland an die Netzwerke zahlen, über der regulierten Interchange. Seit Einführung der Deckel sind die Scheme Fees der internationalen Netzwerke gestiegen, am stärksten bei grenzüberschreitenden Zahlungen (EU-Kommission, SWD(2020) 118).

3. Acquirer-Marge (Acquirer-Kosten). Der Anteil Ihres Zahlungsdienstleisters für Abwicklung, Auszahlung, Betrugsprüfung und Support. Das ist der einzige Teil, über den Sie als Händler wirklich verhandeln. Interchange und Scheme Fee sind für jeden Zahlungsdienstleister gleich, unterschiedlich ist nur, was er aufschlägt und wie offen er es ausweist.

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Interchange-Deckel: Was die EU regelt und was nicht

Seit dem 9. Dezember 2015 deckelt die Verordnung (EU) 2015/751 die Interchange für Zahlungen mit Privatkarten im EWR: höchstens 0,2 % für Debitkarten und 0,3 % für Kreditkarten. Für Karten, die außerhalb des EWR ausgegeben wurden, gilt die Verordnung nicht. Dafür haben Visa und Mastercard der EU-Kommission 2019 eigene Höchstsätze zugesagt (EU-Kommission, 29. April 2019) und diese Zusagen 2024 bis November 2029 verlängert (FStech, Juli 2024).

Höchste Interchange je Kartenart in Prozent des Umsatzes
Privat-Debitkarte aus dem EWR0,20 %
Privat-Kreditkarte aus dem EWR0,30 %
Privat-Kreditkarte von außerhalb, am Terminal0,30 %
Privat-Kreditkarte von außerhalb, online1,50 %
Firmenkarte: kein Deckel (EU-Schnitt 2017)0,86 %
Quelle: Verordnung (EU) 2015/751; Zusagen von Visa und Mastercard für Nicht-EWR-Karten (EU-Kommission 2019, verlängert bis November 2029); EU-Kommission SWD(2020) 118
KartenartHöchste Interchange am TerminalHöchste Interchange onlineGrundlage
Privat-Debitkarte aus dem EWR (auch girocard)0,20 %0,20 %Verordnung (EU) 2015/751
Privat-Kreditkarte aus dem EWR, auch Gold und Platinum0,30 %0,30 %Verordnung (EU) 2015/751
Privat-Debitkarte von außerhalb des EWR0,20 %1,15 %Zusagen Visa/Mastercard, bis 11/2029
Privat-Kreditkarte von außerhalb des EWR0,30 %1,50 %Zusagen Visa/Mastercard, bis 11/2029
Firmenkarte (Business, Corporate)kein Deckelkein Deckelvon der Verordnung ausgenommen
American Expressin der Regel kein Deckelin der Regel kein DeckelDrei-Parteien-Netzwerk

Drei Punkte, die in vielen Gebührenübersichten falsch stehen:

  • Premiumkarten sind nicht teurer. Der Deckel gilt für alle Privatkarten, also auch für Gold- und Platinum-Karten. Ein Aufschlag für Premiumkarten ist keine höhere Interchange, sondern eine Preisentscheidung Ihres Anbieters.
  • Gäste aus dem Ausland sind am Terminal gedeckelt. Für die private Kreditkarte eines US-Gastes, die er an Ihr Terminal hält, gilt dieselbe Grenze von 0,3 % wie für eine deutsche Kreditkarte. Mehr kostet seine Zahlung wegen der höheren Netzwerkgebühren für grenzüberschreitende Zahlungen.
  • Firmenkarten sind die eigentliche Lücke. Hier legen die Netzwerke die Interchange frei fest. Im EU-Schnitt lag sie 2017 bei 0,86 %, das gesamte Händlerentgelt für Firmenkarten bei 1,20 %, mit großen Unterschieden zwischen den Ländern. Rund 3 % aller Kartenzahlungen in der EU laufen über Firmenkarten (EU-Kommission, SWD(2020) 118).

Warum Firmen- und Auslandskarten mehr kosten

Auf der Abrechnung tauchen beide Kartenarten meist als Aufschlag auf den normalen Kreditkartensatz auf. Am Markt üblich sind:

AufschlagAm Markt üblichBei Future Payments
Firmenkarte (Commercial Card)+1,10 bis +1,99 % auf den Kartensatz+1,30 % auf den Kartensatz
Karte von außerhalb des EWR+1,20 bis +1,99 % auf den Kartensatzim individuellen Angebot

Die Spannen stammen von öffentlichen Preisseiten gängiger Anbieter, Stand September 2026. Wichtig ist das Wort „auf“: Eine Visa-Firmenkarte kostet bei Future Payments 0,89 % plus 1,30 %, der Aufschlag kommt also zum Kartensatz hinzu.

Ob sich das bemerkbar macht, hängt am Kartenmix. Ein Café mit Stammkundschaft sieht kaum Firmenkarten. Ein Hotel, ein Restaurant mit Geschäftsessen oder ein Betrieb mit Geschäftskunden dagegen schnell einen spürbaren Anteil. Für Gäste aus dem Ausland lohnt sich ein Blick auf die Dynamic Currency Conversion (DCC): Zahlt der Gast in seiner Heimatwährung, erhalten Sie einen Anteil am Währungsumtausch.

Was kostet die Kreditkartenakzeptanz wirklich?

Bei einem Einkauf über 100 € zahlen Sie bei Future Payments 0,24 € für die girocard, 0,89 € für Visa oder Mastercard und 1,50 € für American Express.

Gebühr für einen Einkauf über 100 € nach Kartenart
girocard0,24 €
Visa / Mastercard0,89 €
American Express1,50 €
Quelle: Konditionen Future Payments, Stand September 2026
KartenartBei Future PaymentsAm Markt üblichWorauf Händler achten sollten
girocard0,24 %0,24 bis 0,36 %zum Vergleich: die günstigste Karte, deckt aber keine Gäste aus dem Ausland ab
Visa/Mastercard Debit (EWR)im Angebot ausgewiesen0,30 bis 0,48 %Interchange wie bei der girocard auf 0,2 % gedeckelt
Visa/Mastercard Kreditkarte, privat0,89 %0,85 bis 1,50 %der Normalfall bei Kreditkarten
FirmenkreditkarteKartensatz plus 1,30 %Kartensatz plus 1,10 bis 1,99 %häufig in Hotellerie, Gastronomie und B2B
American Express1,5 % ¹rund 1,5 %, je nach Branche mehrein Satz, keine Aufschläge für Firmenkarten

Die Marktspannen sind Richtwerte aus öffentlichen Preisseiten. Entscheidend ist Ihr Kartenmix: Wer viele Firmen- und Auslandskarten annimmt, zahlt im Schnitt mehr als ein lokaler Dienstleister mit überwiegend girocard-Kundschaft. Online-Zahlungen (Card-Not-Present) kosten wegen des höheren Betrugsrisikos meist mehr als Zahlungen am Terminal.

Interchange++ oder Pauschale?

Für Kreditkarten gibt es zwei Arten, die Gebühr zu berechnen. Beim Interchange++-Modell zahlen Sie Interchange und Scheme Fee zum tatsächlichen Wert, dazu eine feste Marge. Firmen- und Auslandskarten werden dann genau so teuer, wie sie sind. Bei einer Pauschale zahlen Sie für jede Karte denselben Satz, und der Anbieter kalkuliert die teuren Karten im Schnitt mit ein. Wann welches Modell günstiger ist, rechnet der Ratgeber Kartenzahlung Gebühren im Abschnitt zu den Preismodellen vor.

Rechenbeispiel: Das zahlen Sie in der Praxis

Szenario 1: Café mit 10.000 € Kartenumsatz im Monat

Ein kleineres Café mit Stammkundschaft, 70 % girocard und 30 % private Visa- und Mastercard-Karten, mit den Sätzen von Future Payments:

  • girocard: 7.000 € × 0,24 % = 16,80 €
  • Visa/Mastercard: 3.000 € × 0,89 % = 26,70 €

Gesamt: 43,50 € im Monat, das sind 0,44 % des Kartenumsatzes.

Szenario 2: Restaurant mit 30.000 € Kartenumsatz im Monat

Ein gehobenes Restaurant mit Geschäftsessen und internationalen Gästen: 50 % girocard, 25 % private Kreditkarten, 15 % Firmenkarten und 10 % Karten von außerhalb des EWR. Gerechnet mit den Sätzen von Future Payments für girocard und Visa/Mastercard und den am Markt üblichen Aufschlägen am unteren Ende der Spanne:

  • girocard: 15.000 € × 0,24 % = 36,00 €
  • private Kreditkarten: 7.500 € × 0,89 % = 66,75 €
  • Firmenkarten: 4.500 € × 1,99 % (0,89 % + 1,10 % Aufschlag) = 89,55 €
  • Karten von außerhalb des EWR: 3.000 € × 2,09 % (0,89 % + 1,20 % Aufschlag) = 62,70 €

Gesamt: 255,00 € im Monat, das sind 0,85 % des Kartenumsatzes.

Firmen- und Auslandskarten machen ein Viertel des Umsatzes aus, aber rund 60 % der Gebühren. Bei Future Payments selbst beträgt der Firmenkundenaufschlag 1,30 % auf den Kartensatz (Stand Oktober 2026). Was für Ihren Betrieb gilt, steht verbindlich im Angebot.

Unverbindliche Beispielrechnung auf Grundlage der genannten Annahmen, kein Angebot und keine Preiszusage. Verbindlich ist allein Ihr individuelles Angebot.

Darf ich Kreditkartengebühren an Kunden weitergeben?

Bei privaten Visa- und Mastercard-Karten nein. Seit dem 13. Januar 2018 ist ein Aufschlag für die Zahlung mit einer Karte unwirksam, wenn ein Verbraucher zahlt und die Karte unter die Interchange-Verordnung fällt (§ 270a BGB). Für Firmenkarten und für American Express greift dieses Verbot nicht. Zahlt dort ein Verbraucher, darf ein Aufschlag aber die tatsächlichen Kosten nicht übersteigen, und es muss eine kostenlose Zahlungsart geben (§ 312a Abs. 4 BGB). Wer die Gebühren trägt und was erlaubt ist, erklärt der Ratgeber Wer zahlt Gebühren bei Kartenzahlung.

American Express: eigenes Netzwerk, eigener Satz

American Express ist ein Drei-Parteien-Netzwerk: Amex ist Netzwerk und Kartenherausgeber zugleich. Deshalb gibt es keine getrennte Interchange und Scheme Fee, sondern einen einzigen Satz. Bei Future Payments sind das 1,5 % ¹, ohne Aufschläge für Firmen- oder Auslandskarten. Bei Geschäftskunden und internationalen Gästen ist Amex damit oft günstiger als eine Visa-Firmenkarte. In einigen Branchen gilt ein fester, niedrigerer Satz: Apotheken 1,00 %, Supermärkte 1,20 %, Tankstellen 1,40 %, Tierarztpraxen 1,45 %. Die Rechnung mit vier Kundenszenarien steht im Ratgeber Amex Gebühren für Händler.

Lohnt sich die Kreditkartenakzeptanz trotz Gebühren?

Für die meisten Betriebe ja, aus drei Gründen. Erstens zahlen Gäste aus dem Ausland und Geschäftsreisende fast immer mit Kreditkarte: Wer sie nicht annimmt, verliert diese Umsätze ganz. Zweitens ist die Kreditkarte für viele Kunden die Karte für höhere Beträge, etwa im Restaurant, im Hotel oder beim Handwerker. Drittens kostet auch Bargeld Geld, durch Zählen, Wechselgeld und Bankeinzahlung. Die Gegenrechnung steht im Ratgeber Kartenzahlung vs. Barzahlung. In der Gastronomie lässt sich zudem das Trinkgeld direkt am Terminal abrechnen.

So senken Sie Ihre Kreditkartengebühren

  1. Aufschläge im Angebot erfragen. Fragen Sie ausdrücklich nach den Sätzen für Firmen- und Nicht-EWR-Karten. Ein Angebot mit nur einer Zahl für „Kreditkarte“ sagt über diese Karten nichts.
  2. Abrechnung nach Kartenart prüfen. Ein guter Anbieter weist aus, wie viel Umsatz über Privat-, Firmen- und Auslandskarten lief. Erst dann sehen Sie, wo das Geld bleibt. Den Abgleich übernimmt unser kostenloser Gebührencheck.
  3. Preismodell zum Kartenmix wählen. Bei vielen girocard- und Privatkarten ist ein Modell mit getrennten Sätzen günstiger, bei sehr vielen Firmen- und Auslandskarten kann eine Pauschale passen.
  4. Amex aktiv anbieten. Wo viele Geschäftskunden zahlen, kann American Express mit seinem festen Satz günstiger sein als die Firmenkarte von Visa oder Mastercard.

Neun weitere Hebel für alle Kartenarten stehen im Ratgeber Kartenzahlung Gebühren senken.

1) 1,5 % Serviceentgelt gilt für fast alle Branchen in der Kategorie kleiner Händler für einen American Express Kartenumsatz von bis zu 100.000 Euro innerhalb von 12 aufeinanderfolgenden Monaten. Danach gilt das im Serviceantrag für diesen Fall gesondert vereinbarte Serviceentgelt. Das Angebot gilt ausschließlich für neue American Express Akzeptanzpartner und nur für unabhängige Händler. Ausgenommen sind folgende Industrien: Fluglinien, Autovermietung, Nachtclubs, Tankstellen, Franchise-Partner, Transport, Business-to-Business, Reisebüros sowie die Akzeptanz von Fremdwährungen. Die Konditionen werden Ihnen innerhalb des Online-Akzeptanzantrags angezeigt und gelten vorbehaltlich einer Prüfung Ihrer Angaben. Zahlungen erfolgen in der Regel innerhalb von einem Geschäftstag ab Zugang sämtlicher Transaktionsdaten in der mit uns vereinbarten Datensatzform bei American Express.

Häufige Fragen zu Kreditkartengebühren für Händler

Wie viel zahlen Händler bei Visa?

Bei einer privaten Visa-Kreditkarte aus dem EWR zahlen Händler am Markt meist 0,85 bis 1,50 %, bei Future Payments 0,89 %. Davon sind höchstens 0,3 % Interchange, der Rest sind Scheme Fee und Marge. Firmenkarten kosten mehr, bei Future Payments 1,30 % Aufschlag auf den Kartensatz. Bei Mastercard ist die Gebührenstruktur gleich.

Ist die Interchange für Kreditkarten gedeckelt?

Ja, für Privatkarten. Die Verordnung (EU) 2015/751 begrenzt die Interchange für private Kreditkarten aus dem EWR auf 0,3 % und für Debitkarten auf 0,2 %. Für Privatkarten von außerhalb des EWR gelten am Terminal dieselben Werte und online 1,15 % bzw. 1,50 %, aufgrund von Zusagen von Visa und Mastercard bis November 2029. Firmenkarten sind nicht gedeckelt.

Was ist eine Scheme Fee?

Die Scheme Fee ist die Gebühr, die Visa oder Mastercard für die Nutzung ihres Kartennetzes erheben. Sie wird sowohl der Bank des Kunden als auch dem Zahlungsdienstleister des Händlers berechnet. Anders als die Interchange ist sie nicht gesetzlich begrenzt. Laut EU-Kommission sind die Scheme Fees der internationalen Netzwerke seit Einführung der Interchange-Deckel gestiegen, am stärksten bei grenzüberschreitenden Zahlungen.

Was sind Acquirer-Kosten?

Acquirer-Kosten sind der Anteil, den Ihr Zahlungsdienstleister für die Abwicklung der Kartenzahlung erhält: technische Verarbeitung, Autorisierung, Auszahlung, Betrugsprüfung und Support. Zusammen mit Interchange und Scheme Fee ergeben sie die Gebühr auf Ihrer Abrechnung. Sie sind der einzige Teil, über den Händler verhandeln können.

Warum sind Firmenkreditkarten teurer?

Weil ihre Interchange nicht gedeckelt ist. Die Verordnung (EU) 2015/751 gilt nur für Privatkarten, bei Firmenkarten legen Visa und Mastercard die Sätze frei fest. Am Markt kommen deshalb meist 1,10 bis 1,99 % auf den normalen Kreditkartensatz, bei Future Payments 1,30 %.

Warum sind Kreditkartengebühren höher als girocard-Gebühren?

Aus zwei Gründen: Die Interchange für Kreditkarten darf mit 0,3 % höher liegen als die 0,2 % für Debitkarten, und die Scheme Fees der internationalen Netzwerke liegen über denen des girocard-Systems, das laut EU-Kommission niedrige und stabile Netzwerkgebühren hat. Bei Future Payments kostet die girocard 0,24 %, eine private Visa- oder Mastercard 0,89 %.

Wie können Händler Kreditkartengebühren senken?

Lassen Sie sich die Sätze für Firmen- und Auslandskarten getrennt nennen, prüfen Sie Ihre Abrechnung nach Kartenart und wählen Sie das Preismodell passend zu Ihrem Kartenmix. Eine ausführliche Übersicht steht im Ratgeber Kartenzahlung Gebühren senken, ein passendes Gerät finden Sie im EC-Terminal Vergleich.

Quellen

Weiterführende Informationen zu Kartenzahlungskosten

Ratgeber

Gebühren und Terminal-Kosten konkret prüfen lassen.