Bei Kartenzahlung zahlt der Händler die Gebühren, nicht der Kunde. Ein Aufschlag an den Kunden ist bei Girocard sowie bei Verbraucher-Debit- und -Kreditkarten von Visa und Mastercard nach § 270a BGB unzulässig. Bei Future Payments trägt der Händler dafür 0,24 % vom Umsatz für die Girocard, 0,89 % für Visa und Mastercard sowie 1,50 % für American Express – zuzüglich Terminalmiete ab 12,50 € im Monat (Stand: September 2026).
Dieser Artikel erklärt, welche Gebühren dabei anfallen, wer sie im Einzelnen trägt und was Sie tun können, wenn Ihre Kunden zunehmend bargeldlos zahlen.
Alles auf einen Blick
Die Gebühren bei Kartenzahlungen bestehen für Händler aus verschiedenen Bestandteilen. Dazu zählen:
- Transaktionsgebühren: Diese werden bei jeder Zahlung fällig und variieren je nach Zahlungsart (EC-Karte, Kreditkarte).
- Monatliche Fixkosten: Dazu gehören die Gebühren für das Kartenterminal, egal wie oft es genutzt wird.
- Variable Zusatzkosten: Manche Anbieter verlangen zusätzliche Gebühren, beispielsweise für besondere Dienstleistungen wie mobiles Bezahlen oder Fremdwährungsumrechnungen (Dynamic Currency Conversion, DCC).
Doch wer genau zahlt diese Gebühren? In der Regel trägt der Händler diese Kosten. Deshalb ist es wichtig, die Gebührenstruktur genau zu kennen, um gezielt sparen zu können.
Es gibt jedoch Strategien, mit denen Sie Ihre Gebühren senken können:
- Förderung günstigerer Zahlungsmethoden (z.B. Girocard)
- Nutzung transparenter Anbieter mit fairen Gebühren
- Einsatz von modernen, effizienten Kartenterminals
Im Folgenden erfahren Sie alles Wichtige zu diesen Punkten – einfach erklärt und mit praktischen Tipps für Ihr Unternehmen.
Welche Kosten der Händler im Einzelnen trägt
Zulasten des Händlers gehen hauptsächlich zwei Arten von Gebühren:
Transaktionsgebühren: Diese werden bei jeder einzelnen Zahlung fällig. Bei EC- bzw. Girokarten ist der prozentuale Anteil am niedrigsten, hinzu kommt meist eine geringe fixe Gebühr pro Zahlung. Bei Kreditkarten wie Visa oder Mastercard liegt der Satz höher, bei Firmen- und Drittkarten (etwa American Express) in der Regel noch darüber. Die EU-Verordnung über Interbankenentgelte deckelt das Interchange-Entgelt bei Verbraucherkarten auf 0,2 % (Debit) und 0,3 % (Kredit); die tatsächliche Händlergebühr enthält zusätzlich Scheme- und Acquirer-Anteile.
Bei Future Payments profitieren Sie von besonders fairen Konditionen:
Für EC- bzw. Girokartenzahlungen berechnen wir lediglich 0,24 % des Umsatzes.
Bei Zahlungen mit VISA oder Mastercard starten unsere Gebühren bereits ab 0,89 % und für American Express ab 1,50 % pro Transaktion.
Bitte beachten Sie: Die genauen Konditionen können je nach Branche leicht variieren – wir beraten Sie dazu gerne individuell.
Ihre konkreten Prozentsätze hängen von Branche, Umsatz und Kartenmix ab und werden individuell kalkuliert. Eine unverbindliche Übersicht erhalten Sie über den Kostencheck.
Fixkosten: Zusätzlich zu Transaktionsgebühren entstehen Ihnen feste monatliche Kosten. Diese setzen sich aus der Miete oder Anschaffung eines Kartenterminals und Servicegebühren zusammen, die für Wartung, Support und Aktualisierungen berechnet werden. Bei Future Payments starten stationäre Terminals ab 12,50 € pro Monat, mobile Terminals ab 16,95 € pro Monat.
Außerdem fallen gelegentlich weitere Gebühren wie Clearing-Gebühren an. Diese entstehen, wenn Ihre Zahlungen gebündelt überwiesen werden.
Wer trägt die Kosten bei Kartenzahlungen?
Die Gebühren bei Kartenzahlungen trägt in der Regel der Händler. Kunden zahlen normalerweise keine zusätzlichen Kosten – bei Girocard sowie gängigen Visa- und Mastercard-Verbraucherkarten ist ein Aufschlag nach § 270a BGB sogar unzulässig. Da diese Kosten Ihre Marge reduzieren, lohnt es sich, diese Gebühren genau im Blick zu behalten und nach Optimierungen zu suchen.
So behalten Sie Ihre Gebühren im Griff
Damit Ihre Zahlungsabwicklung profitabel bleibt, sollten Sie Ihre Gebühren regelmäßig überprüfen und optimieren. Das gelingt Ihnen durch folgende Maßnahmen:
- Transparente Anbieter wählen: Entscheiden Sie sich für Anbieter wie Future Payments, die klare und verständliche Gebührenstrukturen ohne versteckte Kosten bieten.
- Regelmäßige Kontrolle: Prüfen Sie monatlich Ihre Abrechnungen. Nur so erkennen Sie, ob sich Kosten verändert haben oder ungewöhnliche Gebühren auftauchen.
- Zahlungsmethoden fördern, die günstiger sind: EC-Karten haben geringere Gebühren als Kreditkarten. Ermutigen Sie Ihre Kunden gezielt dazu, diese Zahlungsart zu bevorzugen.
Sind kontaktlose Zahlungen teurer?
Kontaktloses Bezahlen ist eine schnelle, einfache und hygienische Zahlungsmethode, die Kunden gerne nutzen. Viele Händler befürchten, dass diese Methode zusätzliche Kosten verursacht. Tatsächlich entstehen aber keine höheren Gebühren im Vergleich zu herkömmlichen Kartenzahlungen. Vielmehr hilft Ihnen das kontaktlose Bezahlen sogar dabei, kleinere Beträge schneller abzuwickeln und somit Ihre Umsätze langfristig zu erhöhen.
Was Händler tun können, wenn die Kosten drücken
Es gibt einige effektive Strategien, um Gebühren dauerhaft niedrig zu halten:
- Vergleichen Sie regelmäßig verschiedene Zahlungsanbieter und wählen Sie denjenigen, der transparente und faire Konditionen bietet.
- Nutzen Sie die Möglichkeit, moderne Terminals zu mieten statt zu kaufen. Das reduziert hohe Anschaffungskosten und erleichtert den Einstieg.
- Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Kartenzahlungen, um Fehler und damit verbundene Zusatzkosten zu vermeiden.
Das sollten Sie über die Abrechnung wissen
Ihre Gebühren werden monatlich abgerechnet. Zahlungsanbieter nutzen entweder eine separate Rechnung oder ziehen die Gebühren direkt von Ihren Einnahmen ab. Besonders wichtig ist hier das sogenannte Disagio – eine prozentuale Gebühr, die pro Kartenzahlung berechnet wird. Kalkulieren Sie diese Kosten bereits in Ihre Preisstruktur ein, um keine Überraschungen zu erleben und stets liquide zu bleiben.
Fazit – Gebühren kennen und clever sparen
Kartenzahlungen bieten große Vorteile, verursachen aber auch Gebühren, die Sie als Händler tragen müssen. Um diese Kosten im Griff zu behalten, sollten Sie auf transparente Anbieter setzen, günstige Zahlungsarten fördern und Ihre Abrechnungen regelmäßig kontrollieren. Future Payments unterstützt Sie dabei mit individuellen Lösungen, fairen Preisen und persönlicher Beratung.
Möchten Sie Ihre Gebühren optimieren und Ihre Zahlungsprozesse verbessern?
Kontaktieren Sie Future Payments für eine kostenlose und unverbindliche Beratung. Gemeinsam finden wir die ideale Lösung für Ihr Geschäft!
Häufige Fragen zu Gebühren bei Kartenzahlung
Wer zahlt die Gebühren bei Kartenzahlungen – Händler oder Kunde?
Der Händler zahlt die Gebühren, nicht der Kunde. Bei Girocard sowie Verbraucher-Debit- und -Kreditkarten von Visa und Mastercard darf der Händler die Kosten nach § 270a BGB nicht als Aufschlag an den Kunden weitergeben.
Was ist das Disagio bei Kartenzahlungen?
Das Disagio ist eine prozentuale Gebühr, die Händler bei jeder Transaktion zahlen. Es ist bei der Girocard am niedrigsten und bei Kredit-, Firmen- und Drittkarten höher; die genaue Höhe vereinbaren Sie mit Ihrem Zahlungsdienstleister.
Sind kontaktlose Zahlungen teurer als normale Kartenzahlungen?
Nein. Kontaktlose Zahlungen verursachen keine zusätzlichen Gebühren. Die Gebühren entsprechen denen herkömmlicher Zahlungen und bieten den zusätzlichen Vorteil einer schnelleren und hygienischeren Abwicklung.
Lohnt sich Mieten oder Kaufen eines Kartenterminals mehr?
Für kleinere und mittlere Unternehmen ist das Mieten oft vorteilhafter. Hohe Anschaffungskosten entfallen, und die monatlichen Gebühren sind klar kalkulierbar. Der Kauf eines Terminals lohnt sich eher für Unternehmen mit sehr vielen Kartenzahlungen.
Was kann ein Händler gegen hohe Kartengebühren tun?
Nutzen Sie transparente Zahlungsanbieter, fördern Sie günstigere Zahlungsmethoden wie die Girocard und prüfen Sie regelmäßig Ihre Gebührenabrechnungen. Außerdem sollten Sie Anbieter vergleichen, um die besten Konditionen zu sichern. Die vollständige Anleitung steht im Ratgeber Kartenzahlung Gebühren senken.
Wie werden die Gebühren bei Kartenzahlung abgerechnet?
Gebühren werden monatlich abgerechnet. Dies geschieht entweder durch eine separate Rechnung oder direkt durch Abzug von Ihren Einnahmen.
Dürfen Händler Kartengebühren an Kunden weitergeben?
Nein, bei den gängigen Karten nicht. § 270a BGB verbietet ein Entgelt für SEPA-Lastschrift, SEPA-Überweisung sowie für Girocard und Verbraucher-Debit- und -Kreditkarten von Visa und Mastercard. Zulässig bleibt ein Aufschlag nur bei nicht regulierten Karten wie Firmenkarten oder American Express – üblich ist er dort trotzdem selten. Kalkulieren Sie die Kosten besser direkt in Ihre Preise ein.
Sind kontaktlose Zahlungen sicher?
Ja, kontaktlose Zahlungen sind sicher, da sie moderne Verschlüsselungsverfahren nutzen und zusätzlich durch niedrige Limits geschützt sind. Moderne EC-Terminals von Future Payments gewährleisten eine sichere Zahlungsabwicklung.
Quellen
- Bundesamt für Justiz: § 270a BGB – Vereinbarungen über Entgelte für die Nutzung bargeldloser Zahlungsmittel, abgerufen am 14. September 2026.
- EUR-Lex: Verordnung (EU) 2015/751 über Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge, abgerufen am 14. September 2026.
- Deutsche Bundesbank: Kartenzahlungen – Überwachung des unbaren Zahlungsverkehrs, abgerufen am 14. September 2026.
Weiterführende Ratgeber zu den Kosten
- Kartenzahlung Kosten – alle Gebührenarten und Rechenbeispiele
- Kartenlesegerät Kosten – Miete, Kauf und Praxisbeispiele
- Kreditkartengebühren Händler – Interchange, Scheme Fee und Marge
- Amex Gebühren für Händler – Vergleich mit Visa und Mastercard
- Kartenzahlung Gebühren senken – 9 Hebel für Händler





