Payment-Glossar

Autorisierung: Definition bei Kartenzahlungen

Definition

Die Autorisierung ist die Freigabe einer Kartenzahlung durch den Issuer , also die kartenausgebende Bank. Bevor das Terminal „Zahlung genehmigt“ anzeigt, stellt es eine Anfrage, die bis zum Issuer läuft; dieser prüft Kartengültigkeit, Deckung beziehungsweise Kreditrahmen und Risikomerkmale und antwortet mit einer Genehmigung oder einer Ablehnung.

Kurz erklärt

Die Autorisierung ist die Freigabe einer Kartenzahlung durch die kartenausgebende Bank. Das Terminal fragt vor der Zahlung an, der Issuer prüft Karte, Deckung und Risiko und antwortet mit Genehmigung oder Ablehnung.

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Der Weg einer Autorisierungsanfrage

Der gesamte Vorgang dauert in der Regel wenige Sekunden und durchläuft vier Stationen:

  1. Terminal: liest die Kartendaten per Chip oder NFC und erzeugt einen verschlüsselten Datensatz.
  2. Netzbetreiber: nimmt die Anfrage entgegen und leitet sie ins Kartensystem.
  3. Kartensystem und Acquirer: routen die Anfrage zum richtigen Institut.
  4. Issuer: prüft und antwortet. Die Antwort läuft denselben Weg zurück.

Bei Ablehnung enthält die Antwort einen Grund, den das Terminal als Fehlercode anzeigt. Die Bedeutung der gängigen Codes steht in der Fehlercode-Übersicht.

Starke Kundenauthentifizierung

Seit der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie (Richtlinie (EU) 2015/2366, PSD2) verlangt der europäische Rechtsrahmen für elektronische Zahlungen grundsätzlich eine starke Kundenauthentifizierung. Die zugehörige Delegierte Verordnung (EU) 2018/389 legt die technischen Regulierungsstandards dafür fest – einschließlich der Ausnahmen, die kontaktlose Zahlungen bis zu bestimmten Beträgen und Zählerständen ohne PIN erlauben.

Praktisch erklärt das zwei Dinge, die Händler täglich sehen: Warum kleine kontaktlose Beträge meist ohne PIN durchgehen – und warum das Terminal in unregelmäßigen Abständen trotzdem eine PIN verlangt.

Autorisierung ist noch keine Zahlung

Ein wichtiger Unterschied für die Buchhaltung: Die Autorisierung sagt nur, dass die Zahlung freigegeben ist. Das Geld fließt erst, wenn der Umsatz eingereicht und verrechnet wurde. Bei girocard geschieht das mit dem Kassenschnitt – ohne ihn bleibt eine autorisierte Zahlung ohne Gutschrift.

Daraus folgt auch: Eine autorisierte Zahlung lässt sich bis zum Kassenschnitt noch stornieren, danach nicht mehr. Die Einzelheiten stehen unter Kassenschnitt und Tagesabschluss.

Praxisbezug: Offline und Reservierung

Zwei Sonderfälle begegnen Händlern regelmäßig.

Offline-Verfahren: Fällt die Leitung aus, können manche Terminals Zahlungen unter bestimmten Grenzen ohne Online-Autorisierung annehmen. Das verlagert das Ausfallrisiko allerdings zum Händler – bei ungedecktem Konto gibt es keine Zahlungsgarantie. Wer viele Kartenzahlungen annimmt, sollte deshalb auf eine zweite Verbindung setzen, etwa Mobilfunk als Rückfallebene zum WLAN; welche Geräte das können, zeigt der EC-Terminal Vergleich.

Reservierung: Hotels und Autovermietungen autorisieren häufig einen Betrag, ohne ihn sofort einzuziehen – die klassische Kaution. Der Betrag ist dann auf der Kundenkarte blockiert, aber nicht abgebucht. Wird die Reservierung nicht aufgelöst, ärgert sich der Gast über ein reduziertes Verfügungslimit. Sauberes Auflösen gehört deshalb zum Tagesgeschäft.

Weiterführende Artikel

Quellen

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